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Herbstumfrage 2016 der privaten Bausparkassen: Galoppierende Immobilienpreise als Motivationsbremse für Sparziel Wohneigentum

Montag, 28. November 2016

10-2016_Sparklima_11.pdf263 K

Die galoppierenden Immobilienpreise in Ballungsräumen werden für Normalverdiener zur immer größeren Hürde beim Eigentumserwerb. Der Traum von den eigenen vier Wänden droht dort für viele unerreichbar zu werden. Diese Gefühlslage spiegelt sich jetzt in einer deutlich sinkenden Bedeutung des Sparziels „Wohneigentum“ wider. Das ist ein Ergebnis der Herbstumfrage 2016 zum Sparverhalten der Deutschen. Kantar/TNS befragte dazu im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen zum 58. Mal über 2.000 Bundesbürger im Alter von über 14 Jahren. 

Zwar liegt „Wohneigentum“ immer noch auf Platz 3 der Sparziele. Mit aktuell 39 Prozent der Nennungen hat es gegenüber der Sommerumfrage allerdings 5 Prozentpunkte verloren. So wenige Nennungen gab es noch nie seit Beginn der Umfragereihe im Jahr 1997. „Die preislichen Übertreibungen in den Ballungsräumen werden hier zur Motivationsbremse für zweckgerichtetes Vorsparen“, erklärte dazu der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder. Mitschuld daran hätten auch mangelndes Bauland, der Wettlauf der meisten Bundesländer um immer höhere Grunderwerbsteuern und steigende Grundsteuern in vielen Kommunen. Mit dem Bau von Mietwohnungen allein könnten die Probleme auf den angespannten Wohnungsmärkten aber nicht gelöst werden. „Die Mobilisierung privaten Kapitals zum Eigentumserwerb ist unverzichtbar“, so Zehnder, „zumal jedes neu gebaute Eigenheim kaum geringere soziale Effekte ausweist als eine neu gebaute Mietwohnung“. Die aktuelle Stimmungslage müsse die Politik alarmieren. „Es darf nicht bei bloßen Ankündigungen bleiben.“

Unspektakulär sind die Ergebnisse bei den anderen Sparzielen. Das Sparziel „Konsum/Langfristige Anschaffungen“ rangiert mit 57 Prozent jetzt wieder auf Platz 1 – nach zuvor 56 Prozent. Auf Platz 2 folgt mit 54 Prozent das Sparziel „Altersvorsorge“. Im Sommer wurde es ebenfalls noch von 56 Prozent genannt.  

Das Sparziel „Kapitalanlage“ verharrt auf einen Wert von 26 Prozent. Die Sparziele „Ausbildung der Kinder“ und „Notgroschen/Reserve“ erreichen 4 bzw. 3 Prozent – nach 7 bzw. 4 Prozent in der Sommerumfrage.

(Die Grafik zu dieser Pressemitteilung entnehmen Sie bitte der PDF-Version.)

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