
– Plus beim Spargeldeingang unterstreicht soliden Ruf des Bausparens –
Montag, 01. Februar 2010
Berlin: Die privaten Bausparkassen haben 2009 im Neugeschäft – bezogen auf die letzten 10 Jahre – ein durchschnittliches Ergebnis erzielt. Erwartungsgemäß konnten die Zahlen des Ausnahmejahres 2008 nicht erreicht werden. Die neue Eigenheimrente brachte jedoch wichtige Impulse, die in die Zukunft fortwirken. Ein erfreuliches Plus beim Spargeldeingang zeugt vom soliden Ruf des Bausparens.
Im Jahr 2009 verzeichneten die privaten Bausparkassen rund 2 Millionen neue Verträge – nach 2,4 Millionen im Vorjahr. Die Bausparsumme dieser neuen Verträge reduzierte sich von 62,8 auf rund 56 Milliarden Euro – was in etwa dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre entspricht. Die Rückgänge um 15,6 Prozent in der Stückzahl und 10,9 Prozent bei der Bausparsumme kommen aber nicht überraschend. „Ein Vergleich mit 2008 muss hinken“, erklärte dazu der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder. 2008 habe es durch die Änderung bei der Wohnungsbauprämie eine „politische Sonderkonjunktur“ gegeben. Seitdem gebe es diesen Sparanreiz für die über 25-jährigen bei Neuverträgen nur noch zweckgebunden. Vielen Kunden hätten sich aber noch vor dem Stichtag 1.1.2009 die alte volle Flexibilität sichern wollen und Vertragsabschlüsse vorgezogen. „Das 2009er-Ergebnis litt unter diesem Vorzieheffekt; 2008 war deshalb nicht wiederholbar“, merkte Zehnder an.
Erschwerend hinzugekommen sei die Wirtschaftskrise. Zehnder: „Wer Angst um seinen Arbeitsplatz oder sein Einkommen hat, wartet lieber erst mal ab, bevor er langfristig Geld spart oder investiert.“ Bausparer seien davon nicht ausgenommen.
Die Zurückhaltung der Kunden zeige sich auch bei den Baugeldauszahlungen. Nach dem Rekordergebnis von fast 31 Milliarden Euro im Jahr 2008 standen 2009 rund 25 Milliarden Euro zu Buche.
„Gleichwohl“, so Zehnder, „profitiert das Bausparen nach wie vor von seinem soliden Ruf“. Das zeige auch der Spargeldeingang. Dieser habe sich 2009 um 5,2 Prozent auf rund 16,3 Milliarden Euro erhöht. Die Bausparkassen blieben ein zuverlässiger Partner für jetzige und künftige Wohneigentümer.
Für 2010 zeigt sich der Verband zuversichtlich. Als Grund für seinen Optimismus nannte Zehnder die Impulse, die von der neuen Eigenheimrente ausgingen. Die privaten Bausparkassen hätten sich sehr erfolgreich in diesem neuen Marktsegment positioniert und allein 2009 rund 160.000 Wohn-Riester-Verträge vereinbart. Die Erwartungen seien damit übertroffen worden.
Zehnder. „Die Eigenheimrente läuft; sie könnte in Zukunft aber noch besser laufen, wenn die Politik der Koalitionsvereinbarung Taten folgen lässt und bürokratische Fesseln entfallen.“ Der Verband werde sich dazu mit konkreten Vorschlägen melden. Dazu nannte er zwei Beispiele: Bei der Eigenheimrente gehe es um die Altersvorsorge. Warum bleibe dann der altersgerechte Umbau ausgeschlossen? Außerdem könne bisher ein Bauherr seine Immobilie erst zu Beginn des Rentenalters mit seinem geförderten Guthaben entschulden. „Warum nicht auch früher?“, fragte Zehnder.
Ein großes Potenzial sieht er vor allem auch im Modernisierungsbereich. „20 Millionen Wohnungen in Deutschland, die älter als 30 Jahre sind, warten darauf, energetisch saniert zu werden“, meinte der Verbandsvorsitzende. Mit einer durchschnittlichen Bausparsumme von gut 30.000 Euro sei der Bausparvertrag eine ideale Finanzierungsbasis.
Alexander Nothaft
Leiter Kommunikation
Tel.: 030-590091-523
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e-mail: nothaft
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