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Was sind die Vorteile des Bausparens?

Bausparen ist ein ideales Instrument zum Eigenkapitalaufbau und zur günstigen Finanzierung. Ein Hauptvorteil ist der garantierte günstige Festzins für das Darlehen. Damit hat der Kunde eine sichere Kalkulationsgrundlage. Der Staat unterstützt das Bausparen zusätzlich mit der Wohnungsbauprämie und der Arbeitnehmersparzulage. Seit November 2008 gibt es auch Riester-geförderte Bausparverträge und -darlehen. Die Absicherung des Darlehens im Grundbuch erfolgt nachrangig. Außerdem bietet Bausparen ein hohes Maß an Flexibilität: Kostenlose Sondertilgungen sind jederzeit möglich.

Wofür kann ich das Bausparguthaben verwenden?

Über Ihr Bausparguthaben können Sie frei verfügen. Für die staatliche Förderung gilt das bei Verträgen, die bis Ende 2008 abgeschlossen wurden, jedoch erst nach Ablauf einer 7-jährigen Bindungsfrist. Bei neuen Verträgen ab 2009 ist die Gewährung der Wohnungsbauprämie generell an eine wohnungswirtschaftliche Verwendung gebunden. Ausnahme: junge Bausparer bis 25. Hier gilt die alte Regelung.

Wofür kann ich das Bauspardarlehen verwenden?

Für praktisch alles, was mit Bauen, Kaufen, Modernisieren oder Renovieren zu tun hat. Korrekt heißt es: für „wohnwirtschaftliche Verwendung“. Eine Liste der vielfältigen Möglichkeiten finden Sie hier. Sie reicht von A wie Abbruchkosten bis Z wie Zweitgarage.

Was kann ich tun, wenn ich mein Bauspardarlehen früher als gedacht brauche?

Bei vielen Bausparkassen gibt es die Möglichkeit einer Wahlzuteilung. Auf Wunsch kann das Bauspardarlehen zum Beispiel schon bei einem Mindestsparguthaben von 25 statt der üblichen 40 oder 50 Prozent zugeteilt werden. Dann erhöht sich jedoch der monatliche Tilgungsbeitrag. Unabhängig davon bieten alle Bausparkassen Vor- und Zwischenfinanzierungen an.

Meine Kinder wollen sich eine Wohnung kaufen. Kann ich meinen Bausparvertrag auf sie übertragen?

In aller Regel können Bausparverträge auf Familienangehörige übertragen werden.

Kann ich während der Laufzeit des Vertrages Sonderzahlungen leisten?

In der Sparphase sind Sonderzahlungen möglich; diese können aber von der Zustimmung der Bausparkasse abhängig gemacht werden. In der Tilgungsphase sind jederzeit Sondertilgungen möglich – und zwar ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt.

Welche staatlichen Förderungen gibt es?

Erstens die Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8 Prozent auf eigene Einzahlungen bis 512 Euro (Alleinstehende) bzw. 1.024 Euro (Verheiratete) jährlich. Prämienberechtigt sind bereits Jugendliche ab 16 Jahren. Zweitens die 9-prozentige Arbeitnehmersparzulage auf vermögenswirksame Leistungen bis 470 Euro (Alleinstehende) bzw. 940 Euro (Verheiratete) jährlich . Für beide Förderungen gelten bestimmte Einkommensgrenzen. Einzelheiten finden Sie hier. Für die neue Eigenheimrente gelten keine Einkommensgrenzen. Informationen hierzu finden Sie hier.

Wie hoch sind die Einkommensgrenzen?

Wohnungsbauprämie erhält wer ein zu versteuerndes Jahreseinkommen (nicht zu verwechseln mit dem Bruttojahreseinkommen) von bis zu 25.600 Euro (51.200 Euro für Verheiratete) hat. Bei der Arbeitnehmersparzulage darf das zu versteuernde Jahreseinkommen 17.900 Euro (35.800 Euro für Verheiratete) nicht überschreiten. Einzelheiten finden Sie hier.

Ist der Bausparvertrag nur für Arbeitnehmer interessant?

Nein. Auch Selbständige können vom Bausparen und der Wohnungsbauprämie profitieren. Anspruch auf die Arbeitnehmer-Sparzulage haben aber nur Arbeitnehmer.

Was passiert, wenn ich meine Sparbeträge einmal nicht zahlen kann?

Kein Problem. Sie können Ihren Bausparvertrag ruhen lassen, bis sich Ihre finanzielle Situation entspannt hat.

Wie wird die Wohnungsbauprämie beantragt?

Der Kunde erhält den Antrag mit dem jährlichen Kontoauszug und schickt ihn an die Bausparkasse zurück. Die Prämien werden dann am Ende der 7-jährigen Bindungsfrist oder bei Zuteilung des Bausparvertrages vom Finanzamt auf das Bausparkonto überwiesen.

Wie wird die Arbeitnehmer-Sparzulage beantragt?

Der Arbeitnehmer muss die Sparzulage beim Finanzamt beantragen. Der Antrag auf Festsetzung der Arbeitnehmer-Sparzulage ist regelmäßig mit der Einkommensteuererklärung zu stellen. Für den Antrag auf Festsetzung der Arbeitnehmer-Sparzulage ist auch dann der Vordruck für die Einkommensteuererklärung zu verwenden, wenn der Arbeitnehmer keinen Antrag auf Veranlagung zur Einkommensteuer stellt und auch nicht zur Einkommensteuer zu veranlagen ist, z. B. weil er nur pauschal besteuerten Arbeitslohn bezogen hat.

Können auch Minderjährige einen Bausparvertrag abschließen?

Bereits ab 16 Jahren gibt es Prämien vom Staat. Was Minderjährige brauchen, ist die Unterschrift der Erziehungsberechtigten und deren Legitimation auf dem Bausparantrag.

Was versteht man unter einer Bindungsfrist?

Für die  Arbeitnehmer-Sparzulage gilt eine staatliche Bindungsfrist von sieben Jahren. Gleiches gilt für die Wohnungsbauprämie bei Bausparverträgen, die bis Ende 2008 abgeschlossen worden sind. Wird der Bausparvertrag vorher gekündigt, verfällt der Anspruch auf die Prämien. Wer das Bausparguthaben inklusive der Prämien innerhalb der Frist zugeteilt bekommen will, muss eine wohnwirtschaftliche Verwendung des Bausparguthabens nachweisen. Nach Ablauf der Bindungsfrist kann der Bausparer über sein Bausparguthaben frei verfügen. Bei neuen Verträgen ab 2009 ist die Gewährung der Wohnungsbauprämie generell an eine wohnungswirtschaftliche Verwendung gebunden. Ausnahme: junge Bausparer bis 25. Hier gilt die alte Regelung.

Was versteht man unter Bewertungsstichtagen?

An diesen wird die Bewertungszahl festgelegt, die für die Zuteilung Ihres Bausparvertrages wichtig ist. Bewertungsstichtage gibt es in der Regel vier Mal im Jahr.

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