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Berlin und New York: Was Metropolen beim bezahlbaren Wohnen verbindet

Berlin und New York City sind zwei sehr unterschiedliche Städte: historisch, politisch und auch mit Blick auf ihre Wohnungsmärkte. Und doch stehen beide Metropolen vor einer ähnlichen Herausforderung: Wohnen muss bezahlbar bleiben, obwohl die Nachfrage hoch ist, Flächen knapp sind und der Neubau mit den Bedarfen kaum Schritt hält.

Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Privaten Bausparkassen und Managing Director der European Federation of Building Societies, greift diese Frage in der aktuellen Frühjahrsausgabe von Housing Finance International auf. Sein Beitrag „Affordable housing in Berlin and New York City“ vergleicht die wohnungspolitischen Ansätze beider Städte. Das Journal wird von der International Union for Housing Finance herausgegeben; der Beitrag von Christian König ist dort als Fachartikel der Ausgabe enthalten.

Berlin gilt traditionell als Mieterstadt. Mehr als 80 Prozent des Wohnungsbestands entfallen auf Mietwohnungen. Wohneigentum spielt in der Hauptstadt eine deutlich kleinere Rolle als im deutschen Durchschnitt. New York City wiederum weist für US-Verhältnisse eine ungewöhnlich niedrige Wohneigentumsquote auf: Nur rund 30 Prozent der Haushalte leben dort in selbstgenutztem Eigentum.

Der Vergleich zeigt: Bezahlbares Wohnen lässt sich nicht mit einer einzelnen Maßnahme sichern. Weder Regulierung noch Neubau allein reichen aus. Beide Städte setzen auf unterschiedliche Instrumente: von Mieterschutz und sozial gebundenem Wohnraum über öffentliche Wohnungsbestände bis hin zu Anreizen für private Investitionen. Gleichzeitig zeigen sich strukturelle Grenzen: Wird zu wenig gebaut, verschärft sich der Druck auf die bestehenden Wohnungen. Werden Investitionen zu stark gehemmt, entstehen langfristig zu wenige neue Angebote.

Für Deutschland ist diese Debatte hoch relevant. Gerade in wachsenden Städten braucht es mehr Wohnraum, verlässliche Rahmenbedingungen und eine stärkere Eigentumsbildung. Denn selbstgenutztes Wohneigentum kann einen wichtigen Beitrag leisten: Es entlastet den Mietwohnungsmarkt, stärkt private Vorsorge und schafft langfristige Sicherheit für Haushalte.

Die zentrale Erkenntnis aus dem Vergleich von Berlin und New York lautet daher: Bezahlbares Wohnen braucht eine langfristige Gesamtstrategie. Dazu gehören mehr Angebot, zielgenaue soziale Unterstützung, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen und bessere Chancen für Menschen, Wohneigentum zu bilden.

Der vollständige Beitrag ist in der aktuellen Frühjahrsausgabe von Housing Finance International auf Englisch erschienen.

https://www.housingfinance.org/housing-finance-international/the-journal/