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Verbraucherfrust in Corona-Zeiten – Sparmotiv Konsum fällt auf 20-Jahres-Tief

Verbraucherfrust in Corona-Zeiten – Sparmotiv Konsum fällt auf 20-Jahres-Tief

8/2020 - Sommerumfrage (PDF, 178,2 KB)

Das Corona-Virus hat zu einem erheblichen Verbraucherfrust geführt. Zumindest das Sparen für spätere größere Anschaffungen erhielt einen deutlichen Dämpfer. Zu diesem Ergebnis kommt die Sommerumfrage 2020 zum Sparverhalten der Bundesbürger. Kantar GmbH befragte dazu im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen zum 69. Mal über 2.000 Bundesbürger im Alter von über 14 Jahren.

Kurz vor dem Lockdown Mitte März erklärten noch 54 Prozent der Befragten, Geld für späteren Konsum auf die Seite zu legen. Im Juni ist die Zahl um 9 Prozentpunkte auf 45 Prozent gesunken. „Das ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 2000. In den letzten 20 Jahren lag er immer über 50 Prozent“, erklärte Hauptgeschäftsführer Christian König. „Hier zeigt sich eine starke Verunsicherung vieler Sparer, die einem erhöhten finanziellen Druck ausgesetzt sind.“ Der mache sich offensichtlich auch beim Sparmotiv „Kapitalanlage“ bemerkbar, das nur noch von 27 Prozent der Befragten genannt werde – nach zuvor 31 Prozent.

Stabil hingegen zeigen sich die Sparmotive „Altersvorsorge“ mit 54 Prozent nach 55 Prozent im Frühjahr und „Wohneigentum“ mit unverändert 42 Prozent.

Das Sparmotiv „Notgroschen“ erreicht 7 Prozent – nach 6 Prozent in der letzten Umfrage. Einen geringen Zuwachs um 1 Prozentpunkt auf jetzt 3 Prozent gibt es beim Sparmotiv „Ausbildung der Kinder“.