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Top 10-Geldanlagen der Bundesbürger 2020, Sparer schichten um – Sparbuch großer Verlierer

Top 10-Geldanlagen der Bundesbürger 2020, Sparer schichten um - Sparbuch großer Verlierer

3/2020 - Geldanlagen (PDF, 268,2 KB)

Die deutschen Sparer reagieren jetzt doch verstärkt auf die anhaltende Minizins-Situation. Das Sparbuch verliert als Geldanlageform deutlich an Attraktivität. Von der Umschichtung der Spargelder profitieren insbesondere Immobilien. Das ist das Ergebnis einer jährlichen Umfrage zum Sparverhalten der Deutschen. Kantar GmbH befragte dazu im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen erneut mehr als 2.000 Bundesbürger im Alter von über 14 Jahren.

Vor einem Jahr legten 45 Prozent der Befragten ihr Geld auf einem Sparbuch an. Im März 2020 waren es nur noch 37 Prozent. Minus acht Prozentpunkte im Jahresverlauf: Das ist einmalig seit Start dieser speziellen Umfragereihe im Jahr 2013. Neu angelegt wurden Spargelder verstärkt in Immobilien. Hier war ein Plus von drei Prozentpunkten auf 25 Prozent zu verzeichnen. „Immobilien profitieren von ihrem Ruf als Betongold und Garant für Wertstabilität“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Christian König.

Wenig Bewegung gab es bei den anderen Geldanlageformen. Das Girokonto erreichte erneut 40 Prozent und rückte damit wieder auf die Spitzenposition vor. Nach dem Sparbuch auf Position 2 folgen auf den Plätzen 3 und 4 erneut Renten- und Kapitallebensversicherungen mit 28 Prozent nach 29 Prozent im Vorjahr und Bausparvertrag mit 27 Prozent nach zuvor 28 Prozent.

Nach Immobilien auf Platz 5 mit den erwähnten 25 Prozent nehmen kurzfristige Geldanlagen wie Tagesgeldkonten/Festgeldkonten/Termingelder mit unveränderten 22 Prozent Platz 6 ein. Platz 7 teilen sich mit 21 Prozent (2019: 22 Prozent) Investmentfonds und die Riester-Rente (2019: 20 Prozent).

Den vorletzten Platz belegen erneut Aktien mit 16 Prozent. Auch hier steht ein Plus von einem Prozentpunkt zu Buche. Auf dem 10. und letzten Platz stehen wie schon im Vorjahr Festverzinsliche Wertpapiere, die erneut 5 Prozent der Befragten nannten.