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Sparklima – Das Sparverhalten der Bundesbürger

Das Marktforschungsinstitut TNS Infratest fragt drei Mal jährlich im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen seit 1997 die Deutschen nach ihrem Sparverhalten.
Die Ergebnisse der 47. Umfrage im März 2013 liegen nun vor.

Bei dieser repräsentativen Befragung von 2.006 Bundesbürgern wurden folgende Fragen gestellt:

  • Wie ist das bei Ihnen, sparen Sie derzeit für einen bestimmten Zweck?
  • Zu welchem Zweck?
  • Werden Sie in den nächsten Monaten mehr, weniger oder etwa gleich viel sparen?
  • Wie wollen Sie zukünftig Ihr Geld anlegen?

1.   Sparer/Nichtsparer

Im ersten Quartal des Jahres 2013 sparen 45 % der Deutschen für einen bestimmten Zweck. Der Anteil liegt um vier Prozentpunkte hinter dem Wert aus dem Juni 2012 und zwei Prozentpunkte niedriger als noch im Oktober 2012 und fällt damit zum zweiten Mal in Folge um zwei Prozentpunkte ab. Die Sparneigung in der Bevölkerung ist zwar leicht zurückgegangen, liegt aber auf dem Niveau der Werte zu Jahresbeginn 2011 und 2012.

2. Sparziele

Sparziele 1/13 3/12 2/12 1/12 3/11 2/11 1/11 3/10 2/10 1/10
Altersvorsorge: 62,0 59,0 64,7 54,2 65,9 62,1 59,7 60,2 61,5 67,6
Konsum/Anschaffungen
(Autokauf o. ä.):
60,0 62,0 55,9 58,5 57,6 56,1 59,5 58,2 51,9 50,1
Erwerb/Renovierung von Wohneigentum: 52,0 46,0 51,2 50,5 51,4 50,6 47,1 45,8 43,5 52,2
Kapitalanlage: 31,0 31,0 31,7 31,7 33,6 36,8 32,8 27,5 31,7 37,3
Notgroschen/Reserve: 4,0 5,0 5,9 4,6 4,0 2,5 4,0 3,7 4,1 4,8
Ausbildung der Kinder: 3,0 4,0 5,0 6,3 3,8 4,6 4,0 4,9 4,5 5,4
Sonstiges: 6,0 12,0 6,9 7,1 4,3 7,5 7,4 5,4 6,7 7,9

(Die Summe dieser Anteile ergibt mehr als 100 Prozent, d. h., es wurden teilweise mehrere Sparziele angegeben.) 

Das Sparmotiv „Altersvorsorge“ gewinnt im Vergleich zur letzten Welle an Attraktivität (+3%-Punkte). Es ist aktuell das Sparziel, welches mit 62 % der Nennungen am häufigsten genannt wird. Im Vergleich zum Oktober 2012 wird der „Konsum“ tendenziell seltener als Sparmotiv genannt (-2%-Punkte), eine Niveauveränderung ist hiermit wie auch im saisonalen Vergleich (-1%-Punkt) aber nicht verbunden. Das Motiv „Wohneigentum“ rückt im Vergleich zum Oktober 2012 wieder stärker in den Blickpunkt der Sparer. Es wird aktuell von 52 % der Bundesbürger als Sparziel genannt (+6%-Punkte). Nach dem deutlichen Rückgang in der letzten Befragungswelle liegt das Wohneigentum als Sparmotiv damit wieder auf dem Niveau der ersten Welle 2012.

Das Sparziel „Kapitalanlage“ verharrt bei einem Anteil von 31 % der Nennungen. Der Vertrauensverlust durch die Finanzkrise wirkt weiterhin nach. Der Wert ist im Vergleich zur Vorwelle und auch im saisonalen Vergleich nahezu unverändert und liegt weiterhin rund 10%-Punkte unter dem Niveau, das die Kapitalanlage als Sparziel vor der Finanzkrise 2008 verzeichnete. 

3. Künftiges Sparverhalten

Auf die Frage hinsichtlich des künftigen Sparverhaltens ergaben sich folgende Antworten
(Anteile in Prozent):

Zukünftiges Sparverhalten 1/13 3/12 2/12 1/12 3/11 2/11 1/11 3/10 2/10 1/10
Mehr: 10,0 9,0 8,7 6,8 9,6 9,7 8,2 6,2 6,7 8,5
Weniger: 11,0 14,0 12,8 12,0 11,4 12,1 12,3 12,0 11,7 14,6
Etwa gleich viel: 71,0 72,0 72,3 73,5 71,2 71,0 69,2 73,6 72,7 71,8
Weiß nicht und keine Angabe: 7,0 6,0 6,3 7,7 7,8 7,1 10,3 8,3 8,9 5,1

Der Anteil derer, die beabsichtigen, in Zukunft weniger zu sparen, ist im Vergleich zum Oktober 2012 gesunken. Nachdem er in den letzten beiden Befragungswellen jeweils um einen Prozentpunkt gestiegen war, liegt er aktuell bei 11 %.

Jeder zehnte Bundesbürger möchte zukünftig mehr sparen. Damit bestätigt sich der Anstieg aus den letzten beiden Wellen Juni und Oktober 2012.

In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen gibt jeder Vierte (26 %) an, zukünftig mehr sparen zu wollen.

Nahezu unverändert ist im Vergleich zur Vorwelle auch der Anteil der Bundesbürger, die beabsichtigen, an ihrem Sparverhalten nichts zu ändern (71 %, -1%-Punkt). Der Anteil derjenigen, die sich derzeit nicht in der Lage sehen, eine Einschätzung ihres zukünftigen Sparverhaltens abzugeben, ist dagegen tendenziell leicht gesunken. Von der Unsicherheit, die sich in den letzten Wellen bei der Einschätzung der Bundesbürger zum zukünftigen Sparverhalten noch widerspiegelte, ist aktuell nur noch wenig geblieben. Aus der Einschätzung zum zukünftigen Sparverhalten ergibt sich aktuell eine deutlich optimistischere Einstellung, zukünftig verstärkt in der Lage zu sein, sparen zu können.

3.1. Gründe für steigendes Sparvolumen

Gründe für steigendes Sparvolumen 1/13 3/12 2/12 1/12 3/11 2/11 1/11 3/10 2/10 1/10
Berufliche Veränderungen/ Einkommensänderung: 26,0 27,0 25,4 34,4 32,7 24,9 23,1 23,7 18,5 37,2
Allgemeines Sparen für die Zukunft/Notgroschen/Reserve: 26,0 21,0 27,6 19,9 27,3 21,8 20,0 32,8 29,3 18,5
Urlaub: 15,0 10,0 18,2 10,9 19,3 10,7 7,9 7,7 15,8 6,4
Steigende Ausgaben: 13,0 10,0 10,0 9,3 12,1 12,6 4,3 10,7 13,5 15,3
Größere Anschaffungen: 11,0 20,0 27,5 16,8 24,3 20,7 12,2 20,8 19,6 14,3
Immobilienerwerb/ Modernisierung: 8,0 14,0 11,4 5,9 15,6 7,3 7,3 7,8 7,3 7,0
Steigendes Konsumbedürfnis: 5,0 7,0 6,1 6,6 11,7 10,0 6,5 4,1 7,8 4,9
Fehlende Einkommenssteigerungen/ Einkommenseinbußen: 5,0 6,0 8,0 2,5 5,7 6,0 3,7 5,0 2,1 4,2
Unsichere Altersvorsorge: 5,0 5,0 8,6 6,2 8,1 10,4 6,1 4,3 16,0 7,3
Allgemeine wirtschaftliche und politische Situation: 4,0 2,0 7,9 4,0 8,9 0,3 1,8 2,1 5,6 3,4
Arbeitslosigkeit: 2,0 2,0 3,3 0,7 0,8 3,7 2,9 3,3 5,0 3,5

Auf Platz 1 der Motive zur Begründung für ein steigendes Sparvolumen liegt aktuell „berufliche Veränderung“ bzw. „Einkommensänderung“ gleichauf mit dem Sparziel „Notgroschen“. Auf Platz 3, und damit neu unter den Top 3 der wichtigsten Motive, um mehr zu sparen, folgt „Urlaub/Reisen“.

Die Sparziele „Notgroschen“ und „Urlaub/Reisen“ sind die beiden Motive, die im Vergleich zum Oktober 2012 den stärksten Anstieg verzeichnen (jeweils +5%-Punkte).

Weitere konsumorientierte Motive werden zu Beginn des Jahres seltener zur Begründung herangezogen (größere Anschaffungen -9%-Punkte, Immobilienerwerb -6%-Punkte).

Außer dem Sparmotiv „Notgroschen“ liegen Begründungen, die auf eine Unsicherheit der Bundesbürger schließen ließen, aktuell am Ende der Rangreihe (unsichere Altersvorsorge, wirtschaftspolitische Situation, Arbeitslosigkeit).

Die Begründungen deuten nur begrenzt auf ein freundlicheres Konsumklima hin, sondern eher auf eine abwartende Haltung der Sparer, da sie ihr Geld bevorzugt für zukünftige Ereignisse zurücklegen.

3.2. Gründe für sinkendes Sparvolumen

Gründe für sinkendes Sparvolumen 1/13 3/12 2/12 1/12 3/11 2/11 1/11 3/10 2/10 1/10
Steigende Ausgaben/ Lebenshaltungskosten: 23,0 32,0 24,9 37,4 28,1 41,1 32,4 31,9 34,4 33,2
Fehlende Einkommenssteigerungen/ Einkommenseinbußen: 21,0 20,0 23,8 20,7 31,8 23,6 39,9 38,4 32,7 38,1
Sparen macht keinen Sinn: 18,0 9,0 14,9 11,2 10,6 9,2 12,6 18,4 9,2 9,4
Steigendes Konsumbedürfnis: 11,0 17,0 5,3 9,7 10,6 7,3 2,9 11,7 8,1 4,2
Berufliche/ Einkommensänderung: 10,0 4,0 12,0 6,3 11,3 3,0 8,9 8,8 11,7 12,6
Allgemeine politische und wirtschaftliche Situation: 6,0 8,0 9,9 4,7 13,9 6,4 11,4 5,0 11,8 9,6
Größere Anschaffungen: 6,0 7,0 4,6 5,9 6,7 6,9 6,5 7,1 6,3 4,9
Immobilienerwerb/ Modernisierung: 6,0 5,3 3,0 9,7 7,8 6,2 6,6 4,3 3,2 4,6
Arbeitslosigkeit: 6,0 5,0 7,1 5,6 5,6 3,3 9,7 6,5 6,9 5,3
Unsichere Altersvorsorge: 6,0 5,0 4,0 5,1 11,7 5,5 9,1 5,0 6,0 8,8
Urlaub: 4,0 4,0 9,5 4,8 4,4 6,5 6,7 3,4 5,5 3,6


Auf Platz 1 der Gründe für ein sinkendes Sparvolumen liegen unverändert die steigenden Lebenshaltungskosten (23 %), allerdings mit einem deutlichen Rückgang im Vergleich zur Vorwelle von -9%-Punkten. Waren im Oktober 2012 die Inflationsbefürchtungen noch stark in den Köpfen der Sparer präsent, so findet der gebremste Anstieg der Verbraucherpreise hier seinen Niederschlag.

„Fehlende Einkommenssteigerungen bzw. Einbußen“ verbleiben auf Platz zwei in der Rangliste der Begründungen für ein sinkendes Sparvolumen, mit einem nahezu unveränderten Anteil an Nennungen (21 %).

Den stärksten Anstieg verzeichnet das Motiv „Allgemeines/Sparen macht keinen Sinn“, welches im Vergleich zur Vorwelle deutlich häufiger genannt wird (+9%-Punkte). Diese Begründung deutet darauf hin, dass für die sinkende Sparneigung auch die gegenwärtige Niedrigzinsphase für Spareinlagen mutmaßlich mitverantwortlich ist.

Auf den hinteren Rangplätzen sind die Veränderungen in der Motivlage eher gering. Nur die
„Berufliche-/ und Einkommensänderung“ wird nach dem deutlichen Rückgang in der Vorwelle (Oktober 2012: -8%-Punkte) wieder häufiger zur Begründung herangeführt (+6%-Punkte).  

4. Aktuell genutzte Geldanlagen

1/13 1/12 1/11 1/10 1/09 1/08
Sparbuch/Spareinlagen/Banksparplan: 55,0 52,0 52,1 55,2 55,7 54,4
Sparen auf einem Girokonto: 42,0 38,3 36,7 36,5 38,3 35,3
Bausparvertrag: 37,0 35,1 36,5 39,0 38,3 40,8
Renten- und Kapitallebensversicherungen: 36,0 34,2 35,4 38,6 37,9 38,6
Kurzfristige Geldanlagen (Termin-, Tages-, Festgeld): 30,0 31,2 28,2 32,0 31,9 29,0
Immobilien: 25,0 21,1 21,4 23,8 21,1 22,3
Riester-Rente: 23,0 22,8 24,0 22,4 20,9 20,2
Investmentfonds (z.B. Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds, Mischfonds, Geldmarktfonds): 21,0 20,5 21,9 23,9 20,9 27,1
Aktien: 15,0 13,5 13,6 14,6 12,5 17,5
Festverzinsliche Wertpapiere, Bundesschatzbriefe: 7,0 8,1 7,3 9,2 6,9 10,2
Andere Sparformen oder Geldanlagen: 1,0 1,2 2,3 1,1 2,0 1,1
Nutze keine der genannten Anlageformen: 8,0 9,8 7,3 9,2 7,7 7,9
Weiß nicht, keine Antwort: 2,0 3,0 3,4 1,7 2,6 2,2

Das Sparbuch ist weiterhin die beliebteste Sparform für Geldanlagen. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger nutzt es. Im Vergleich zum März 2012 verzeichnet es noch einmal einen Anstieg von +3%-Punkten. Das Sparen auf einem Girokonto folgt auf Platz zwei mit aktuell 42 % der Nennungen und einem Anstieg zum März 2012 von +4%-Punkten. Beide Produkte, obwohl nicht bzw. niedrig verzinst, führen unverändert die Rangliste der genutzten Sparformen an.

Ebenfalls mit mehr als einem Drittel der Nennungen folgen der „Bausparvertrag“ (37 %) und die „Renten-/Kapitallebensversicherungen“ (36 %) auf Platz drei und vier. Nach Sparen auf dem Girokonto und dem Sparbuch können die Immobilien im Vergleich zur letzten Erhebung im März 2012 einen deutlichen Anstieg für sich verbuchen.

Weiterhin steht das Sicherheitsbedürfnis der Anleger im Vordergrund; die deutschen Sparer verhalten sich auch in der aktuellen Welle auf breitester Front sehr konservativ. Immobilien bestätigen in Zeiten unsicherer Finanzlagen ihr Image als „Betongold“. Auch von dem deutlichen Anstieg der Börsen in 2012 zeigen sich die Deutschen an dieser Stelle unbeeindruckt. Aktien und Investmentfonds verzeichnen nahezu unveränderte Nutzungsquoten im Vergleich zum März 2012.

4.1. Geplante Geldanlagen (Neuanschaffung und Erweiterung)

1/13 1/12 1/11 1/10 1/09 1/08
Sparbuch/Spareinlagen/Banksparplan: 36,0 34,1 34,4 39,9 41,7 36,3
Sparen auf einem Girokonto: 33,0 29,6 26,4 30,3 30,5 27,2
Kurzfristige Geldanlagen (Termin-, Tagesgeld, Festgeld): 26,0 24,3 23,3 27,4 29,8 25,4
Bausparvertrag: 25,0 21,3 22,5 26,7 26,7 25,0
Renten- und Kapitallebensversicherungen: 17,0 16,6 14,8 20,7 21,1 17,8
Immobilien: 15,0 12,0 12,2 13,8 12,6 10,6
Riester-Rente: 14,0 12,3 13,9 16,0 15,8 12,7
Investmentfonds (z.B. Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds, Mischfonds, Geldmarktfonds): 11,0 9,2 10,7 11,9 9,0 16,2
Aktien: 9,0 8,2 8,0 8,4 5,7 10,4
Festverzinsliche Wertpapiere, Bundesschatzbriefe: 6,0 6,7 6,4 10,0 9,9 9,0
Andere Sparformen oder Geldanlagen: 2,0 0,4 1,1 0,4 1,2 0,6
Plane keine Änderung meiner Sparanlagen: 21,0 26,4 26,0 22,2 19,0 23,5
Weiß nicht, keine Antwort: 4,0 4,4 5,2 4,4 4,5 4,4

Die Bundesbürger sind aktuell nicht mehr so zurückhaltend, wenn es um die Erweiterung oder Änderung ihrer Sparformen geht, wie noch vor Jahresfrist. Nur jeder fünfte Bundesbürger und damit deutlich weniger als noch im März 2012 plant keine Änderung bei seinen Geldanlagen (-7%-Punkte).

Die Rangliste wird weiterhin von dem Sparbuch angeführt. 36 % der Bundesbürger beabsichtigen in den kommenden zwölf Monaten, ihr Sparvolumen mit diesem Produkt aufzustocken. Auf Platz zwei findet sich das Girokonto mit einem Anstieg von + 3%-Punkten im Vergleich zum Vorjahr. Beides Produkte, die wenig Vertrauen in den Finanzmarkt widerspiegeln.Kurzfristige Geldanlagen führen mit 23 % die Liste der potentiellen „Neuabschlüsse“ an. Den größten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet der „Bausparvertrag“, sowohl bei den geplanten Änderungen oder Erweiterungen (+3,7 %-Punkte) als auch bei den geplanten Neuabschlüssen (+5,7 %-Punkte).

Insgesamt liegt der Anteil der Bundesbürger, die in den nächsten zwölf Monaten ein Finanzprodukt zur Geldanlage neu abschließen wollen, über alle Produkte betrachtet mit 30 % auf dem Niveau des Vorjahres.

Sowohl bei den derzeit genutzten Sparformen als auch bei den geplanten Neuabschlüssen sind die Bundesbürger zuallererst an der Sicherheit orientiert und sehr konservativ geprägt.

4.2. Geplante Geldanlagen (Neuanschaffung)

1/13 1/12 1/11 1/10 1/09 1/08
Kurzfristige Geldanlagen (Termin-, Tagesgeld, Festgeld): 23,0 20,5 22,8 24,8 25,0 23,7
Immobilien: 20,0 20,5 13,6 16,9 14,9 14,6
Bausparvertrag: 19,0 13,3 14,5 17,1 14,3 16,0
Renten- und Kapitallebensversicherungen: 18,0 17,6 13,1 16,6 19,2 15,0
Sparen auf einem Girokonto: 17,0 22,8 13,7 19,2 17,9 18,8
Sparbuch, Spareinlagen, Banksparplan: 16,0 19,0 21,9 18,3 20,5 18,6
Riester-Rente: 12,0 9,1 13,1 13,2 15,3 13,8
Festverzinsliche Wertpapiere, Bundesschatzbriefe: 10,0 12,1 11,9 15,7 18,6 14,9
Investmentfonds (z.B. Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds, Mischfonds, Geldmarktfonds): 10,0 7,7 7,0 6,8 5,9 12,0
Aktien: 8,0 7,1 7,1 5,0 5,3 5,5
Andere Sparformen oder Geldanlagen: 5,0 0,9 2,7 0,8 2,3 1,5

Ausblick

Der Anteil der Zwecksparer, der in den Jahren 2008 bis 2010 im Jahresmittel deutlich zurückgegangen ist, deutete durch den Anstieg in 2011 und die Bestätigung im Jahresmittel 2012 auf eine durchgreifende Erholung hin. Zu Beginn des Jahres 2013 fällt er aber wieder auf das niedrige Niveau des Vorjahres. Es bleibt abzuwarten, ob, wie zuletzt in den Jahren 2011 und 2012, zur Jahresmitte und zum Ende des Jahres ein Anstieg bei den Sparern zu beobachten sein wird.

Die aktuelle Befragung fand kurz vor der Krise in Zypern statt, mit der die Finanzkrise erneut die Headlines der Zeitungen füllte. Hier wurde zum ersten Mal der Versuch unternommen, auch „Kleinsparer“ mit einer Abgabe auf ihre Sparanlagen direkt an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen. Vor diesem Hintergrund dürfte es spannend sein, die weitere Entwicklung zu den Auswirkungen der Finanzkrise und zur Motivation der Sparer, die aktuell durch die anhaltende Niedrigzinsphase nicht gefördert wird, zu beobachten.

Der GfK-Konsumklima-Index prognostiziert aktuell einen Anstieg beim Konsum. Die aktuellen Ergebnisse aus dem Sparklima stützen aus Sicht von TNS Infratest die Hypothese, dass die Motive der Sparer weniger auf den Konsum ausgerichtet sind, eher auf eine abwartende Haltung der Sparer, um für zukünftige Ereignisse gewappnet zu sein. 

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Alexander Nothaft
Leiter Kommunikation
Tel.: 030-590091-523
Fax: 030-590091-501
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