Countdown für den Wissenschaftspreis der privaten Bausparkassen

Countdown für den Wissenschaftspreis der privaten Bausparkassen

PM 11/2021 Wissenschaftspreis der privaten Bausparkassen (PDF, 116,1 kB)

Noch bis zum 31. Juli 2021 ist Zeit, sich für den diesjährigen Wissenschaftspreis der privaten Bausparkassen zu bewerben. Zugelassen sind Diplomarbeit, Master-Thesis und Dissertation im Themenbereich Wohnen, Bauen und Finanzieren. Die Arbeiten müssen nach dem 31. Juli 2019 abgeschlossen sowie abschließend wissenschaftlich bewertet worden sein. Die Altersgrenze bei Fertigstellung der Arbeit beträgt 35 Jahre.

Es winken attraktive Preise: Allein die drei Erstplatzierten erhalten 5.000 Euro, 4.000  Euro bzw. 2.500 Euro. Weitere Informationen finden sich auf www.bausparkassen.de/Wissenschaftspreis.

Wie und wo wollen junge Menschen wohnen und leben? – Umfrage unter 14- bis 19-Jährigen zeigt überraschende Trends

Umfrage unter 14- bis 19-Jährigen zeigt überraschende Trends

PM 10/2021 Wie und wo wollen junge Menschen wohnen und leben? (PDF, 147,0 kB)

Großstädte sind in Zukunft out, Vororte und mittelgroße Städte in. Die Familie bleibt die beliebteste Lebens- und Wohnform. Und Wohneigentum ist sogar „mega-in“. Das sind drei Ergebnisse einer repräsentativen Befragung junger Leute im Alter zwischen 14 und 19 Jahren durch das Forsa-Institut. Begleitet wurde die Umfrage im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen durch das Institut für Zukunftspolitik Berlin, das dazu eine Kurzstudie erstellt hat. Verbandschef Bernd Hertweck empfiehlt Politik und Wirtschaft, sich mit diesen Vorstellungen und Erwartungen auseinander zu setzen, um aus Zukunftsträumen Zukunftsräume zu machen.

Mit 30 Jahren will nur jeder Fünfte (21 Prozent) der heute 14- bis 19-Jährigen in einer Großstadt wohnen. 28 Prozent bevorzugen eine mittelgroße Stadt. Jeder Vierte
(25 Prozent) möchte in einem Vorort oder Randgebiet einer Großstadt oder mittelgroßen Stadt wohnen. Fast jeden Vierten (24 Prozent) zieht es dagegen später in ein kleines Dorf oder auf einen alleinstehenden Bauernhof oder in ein Haus auf dem Land.

80 Prozent von ihnen wohnen noch bei den Eltern. Von ihnen will eine Mehrheit
(52 Prozent) noch eine Weile dort wohnen bleiben. Sie fühlen sich dort offensichtlich wohl. 43 Prozent würden aber gerne sobald wie möglich von zu Hause ausziehen. Als Single will dauerhaft fast niemand leben. Die überwiegende Mehrheit (84 Prozent) wünscht sich, mit 30 Jahren gerne mit einer eigenen Familie zu leben. Nur 5 Prozent wollen allein leben.

Die überwältigende Mehrheit (87 Prozent) der 14- bis 19-Jährigen will mit 30 Jahren in eigenen vier Wänden leben: 74 Prozent in einem Haus und 14 Prozent in einer Wohnung. Nur knapp jeder Zehnte (9 Prozent) will zur Miete wohnen. Befragte in kleineren Städten und Gemeinden streben mit 81 Prozent noch häufiger als die Bewohner in mittelgroßen Städten (72 Prozent) oder in Großstädten (64 Prozent) ein eigenes Haus an.

Dabei gehen 90 Prozent der Jugendlichen davon aus, dass sie mit 30 Jahren (55 Prozent) oder eher später (35 Prozent) die finanziellen Möglichkeiten haben, Wohneigentum zu erwerben. Nur wenige (4 Prozent) sind überzeugt, dass der Erwerb von Wohneigentum für sie gar nicht möglich sein wird.

„Politik und Wirtschaft sind gut beraten, sich mit den Vorstellungen und Erwartungen der jungen Generation auseinanderzusetzen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Verbands der Privaten Bausparkassen, Bernd Hertweck. „Dann können aus Zukunftsträumen Zukunftsräume entstehen.“ Die Kurzstudie liefert darüber hinaus Erkenntnisse zu den Themen „Heimat“, „Homeoffice“ und „Wohnen und Klimaschutz“. Außerdem finden sich dort Kommentierungen von Vertreter:Innen der Jugendorganisationen von FDP, Grünen, SPD und Union. Sie ist herunterladbar unter www.bausparkassen.de/daten-fakten/Studien

Verband der Privaten Bausparkassen bestätigt Führung

Verband der Privaten Bausparkassen bestätigt Führung

9/2021 Verband der Privaten Bausparkassen bestätigt Führung (PDF, 118,8 kB)

Bernd Hertweck (53) ist als Vorstandsvorsitzender des Verbands der Privaten Bausparkassen e.V. für eine weitere Amtszeit wiedergewählt worden. Dem ehren­amtlichen Verbandsvorstand gehört er seit 2013 an. Hertweck ist Vorstands­vorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse AG und Leiter des Geschäftsfelds Wohnen im Wüstenrot & Württembergische-Konzern.

In den Verbandsvorstand wiedergewählt wurden Henning Göbel (55), Vorsitzender des Vorstands der BHW Bausparkasse AG, und Reinhard Klein (61), Vorstands­vorsitzender der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG. sv

Neu in den Verbandsvorstand wurde Jörg Phlippen (60) gewählt, Mitglied des Vorstands der Debeka Bausparkasse AG.  Er folgt auf Frank Leinemann (65), Mitglied des Vorstands der Signal Iduna AG Bauspar AG, der altersbedingt nach sechs Jahren im Verbands­vorstand für eine erneute Kandidatur nicht mehr zur Verfügung stand.

Der Verband hat aktuell drei Themen in den Mittelpunkt seiner Arbeit gerückt: soziale Wohnraumversorgung; Positionierung der Wohneigentumsidee als Zukunfts- und Generationenvorsorge und Motor der Vermögensbildung; sowie Beitrag der Bausparkassen zur Erreichung anspruchsvoller Klimaschutzziele.  

Diskussion mit Vertretern der Nachwuchsorganisationen von FDP, Grünen, SPD und Union

Diskussion mit Vertretern der Nachwuchsorganisationen von FDP, Grünen, SPD und Union

8/2021 Diskussion mit Vertretern der Nachwuchsorganisationen (PDF, 158,3 kB)

Wie und wo wollen junge Menschen in Zukunft wohnen und leben? Darüber diskutieren am Dienstag, den 11. Mai 2021, von 17.00 bis 18.00 Uhr Vertreter der Nachwuchsorganisationen von FDP, Grünen, SPD und Union. Ausgangspunkt ist eine repräsentative Befragung junger Menschen im Alter zwischen 14 und 19 Jahren durch das Forsa-Institut. Das Institut für Zukunftspolitik hat im Auftrag des Verbands die Studie begleitet und dabei auch Stimmen von jungen Politikern eingeholt.  

Vier von ihnen treffen sich jetzt virtuell, um sich über ein Thema auszutauschen, das jungen Menschen sehr wichtig ist:

  • Nemir Ali, Stellvertretender Bundesvorsitzender und Bundesprogrammatiker der Jungen Liberalen
  • Christian Doleschal, Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern und
    Mitglied des Europäischen Parlaments
  • Anna Peters, Bundessprecherin Grüne Jugend und
  • Stephan Schumann, Stellvertretender Bundesvorsitzender der Jusos.

Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Ursula Weidenfeld, Freie Journalistin.

Zugang zur Veranstaltung gibt es unter dem Link: https://slidesync.com/NaAQpWOBJz

Sparmotiv Wohneigentum legt weiter zu – Frühjahrsumfrage 2021 der privaten Bausparkassen

Sparmotiv Wohneigentum legt weiter zu – Frühjahrsumfrage 2021 der privaten Bausparkassen –

7/2021 - Frühjahrsumfrage (PDF, 322,8 kB)

„Altersvorsorge“ und „Konsum“ sind weiterhin die zentralen Sparmotive. Nur eines der Top-Sparmotive verzeichnet aber einen Zuwachs: „Wohneigentum“.  Zu diesem Ergebnis kommt die Frühjahrsumfrage 2021 zum Sparverhalten der Bundesbürger. Das Meinungsforschungsinstitut Kantar befragte dazu im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen zum 71. Mal über 2.000 Bundesbürger im Alter von über
14 Jahren.

„Altersvorsorge“ bleibt mit 55 Prozent (gegenüber 56 Prozent in der letzten Herbstumfrage) das meistgenannte Sparmotiv. „Konsum“ – verstanden als Sparen für größere Anschaffungen – nennen 50 Prozent der Befragten. Das entspricht einem Rückgang um 2 Prozentpunkte. Ein Plus von 44 auf 45 Prozent verzeichnet das Sparmotiv „Wohneigentum“. Im Vergleich zur Frühjahrsumfrage 2020 beträgt das Plus sogar
3 Prozentpunkte.  „Corona hat die Sehnsucht nach eigenen vier Wänden verstärkt“, erklärte Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Privaten            Bausparkassen. „Die Verbesserung der Wohnsituation steht für viele Menschen jetzt ganz oben auf Wunschliste.“
   

„Kapitalanlage“ wird mit aktuell 27 Prozent etwas seltener als Sparmotiv genannt (minus 2 Prozentpunkte).  7 Prozent – nach zuvor 6 Prozent – nennen „Notgroschen“. Einen Rückgang um 1 Prozentpunkt von 4 auf 3 Prozent gibt es beim Sparmotiv   „Ausbildung der Kinder“.

Einerseits mehr sparen – andererseits von Ersparnissen leben müssen – Zweigeteiltes Bild zum Sparen während des Lockdowns

Sparen während des Lockdowns - Zweigeteiltes Bild zum Sparen während des Lockdowns

Sparen während Lockdowns (PDF, 200,5 kB)

Berlin: Während die einen mehr sparen, müssen andere ihre Ersparnisse angreifen. Das zeigt eine spezielle Frage zum Sparverhalten der Bundesbürger während des Lockdowns. Kantar befragte dazu im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen mehr als 2.000 Personen im Alter von über 14 Jahren.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist die Sparquote in Deutschland im Verlauf des Jahres 2020 von rund 11 auf 16 Prozent gestiegen. „Schaut man genauer hin, zeigt sich allerdings ein zweigeteiltes Bild“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Christian König: „Danach konnten 44 Prozent der Bundesbürger in den durch Corona geprägten letzten 12 Monaten mehr sparen als vorher. Fast genauso viele, 43 Prozent, konnten dies nicht. 7 Prozent der Befragten mussten sogar ihr Erspartes anfassen.“

Wer mehr gespart hat, möchte das zusätzlich gesparte Geld am liebsten für folgende Zwecke ausgeben (Mehrfachnennungen möglich): Urlaub 23 Prozent; Freizeitaktivitäten 23 Prozent; etwas Schönes kaufen: 16 Prozent; eine Immobilie kaufen: 8 Prozent; in Wertpapiere/Aktien investieren: 6 Prozent.

Jeder Fünfte (21 Prozent) will das Geld erst einmal auf dem Girokonto / Sparbuch belassen.

Top-Geldanlagen 2021 – Girokonto und Sparbuch „Corona-Anlagegewinner“

Top-Geldanlagen 2021 – Girokonto und Sparbuch „Corona-Anlagegewinner“

5/2021 - Geldanlagen (PDF, 191,7 kB)

Berlin: In Zeiten der Corona-Pandemie setzen die Sparer deutlich stärker auf das Girokonto und das Sparbuch.  Alle anderen Geldanlageformen liegen auf Vorjahresniveau oder sind leicht gestiegen. Das ist das Ergebnis einer jähr-lichen Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger. Kantar befragte dazu im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen erneut mehr als 2.000 Personen im Alter von über 14 Jahren.

Das Girokonto erreicht 2021 wieder die Spitzenposition. 47 Prozent der Befragten sparen damit Geld – nach 40 Prozent im Vorjahr. Der Zuwachs von 7 Prozentpunkten bedeutet einen neuen Höchststand. Das Sparbuch belegt mit jetzt 43 Prozent unverändert Platz 2 – nach 37 Prozent im Vorjahr. „Die Möglichkeiten des Geldausgebens sind limitiert und reale oder befürchtete Job-/Einnahmeverluste steigern die Unsicherheit der Sparer“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der  Privaten Bausparkassen, Christian König, dieses Ergebnis. 

Dicht beisammen folgen auf den Plätzen 3 bis 5 Renten- und Kapitallebensversicherungen mit 30 Prozent (plus 2 Prozentpunkte), der Bausparvertrag mit
28 Prozent (plus 1 Prozentpunkt) und Immobilien mit 26 Prozent (plus 1 Prozentpunkt).

Platz 6 entfällt auf Investmentfonds mit 23 Prozent (plus 2 Prozentpunkte). Den siebten Platz mit jeweils 21 Prozent teilen sich die Riester-Rente (unverändert) und kurzfristige Geldanlagen wie Tagesgeldkonten/Festgeldkonten/ Termingelder (minus 1 Prozentpunkt). Den vorletzten Platz belegen erneut Aktien mit 17 Prozent (plus 1 Prozentpunkt). Auf dem 10. und letzten Platz liegen unverändert Festverzinsliche Wertpapiere, die nun 7 statt 5 Prozent der Befragten nennen.

Wohneigentümer leisten immer größeren Beitrag zum Klimaschutz

Wohneigentümer leisten immer größeren Beitrag zum Klimaschutz

4/2021 - Forsa Klimaschutz (PDF, 136,5 kB)
  • Aktuelle Forsa-Studie zeigt hohe Bereitschaft von Wohneigentümern zu Energieeinsparinvestitionen
  • Verband plädiert für zusätzliche finanzielle Anreize 

Haus- und Wohneigentümer leisten durch die energetische Sanierung ihrer Immobilien einen immer größeren Beitrag zum Klimaschutz. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen. Sie belegt zudem die hohe Bereitschaft von Wohneigentümern, mehr für den Klimaschutz und gleichzeitig für die Werterhaltung ihrer Immobilie zu tun. Verbandschef Bernd Hertweck rief dazu auf, dieses Potenzial umgehend zu nutzen und durch zielgerichtete Förderungen weiter zu verstärken. Hertweck: „Nur so ist das politische Ziel zu erreichen, die jährliche Sanierungsquote von heute ein Prozent auf zwei oder noch besser drei Prozent zu steigern.“      

Laut Forsa-Studie planen derzeit 22 Prozent der befragten Eigentümer den Einbau einer Photovoltaikanlage zur eigenen Stromerzeugung. 16 Prozent wollen die Heizung erneuern – genauso viele Befragte Fenster und Türen. 14 Prozent gaben an, den Einbau einer Solarthermieanlage zur Wärme- bzw. Warmwassererzeugung zu planen und Dämmmaßnahmen am Dach bzw. der Fassade durchführen.    

„Damit solche Pläne auch realisiert werden, bleiben staatliche Anreize unverzichtbar“, erklärte Verbandschef Bernd Hertweck und fügte hinzu: „Das Klimapaket der Bundesregierung hat einen kräftigen Investitionsschub ausgelöst und die besseren Förderbedingungen zeigen bereits Wirkung. Beleg dafür ist die Zahl der Anträge für die verschiedenen Gebäudeeffizienzprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums.“ Diese hat sich binnen Jahresfrist von 326.000 auf 600.000 erhöht und damit fast verdoppelt.  

Laut Hertweck spiegelt sich die wachsende Investitionsfreude der Wohneigentümer auch bei den Baugeldauszahlungen der privaten Bausparkassen wider. Diese seien 2020 gegenüber 2019 um 16,5 Prozent auf 31,6 Milliarden Euro gestiegen. Eine enorme Summe, die zu großen Teilen direkt auf den Klimaschutz einzahlt.

Von der Politik erwartet Hertweck Stetigkeit und Verlässlichkeit. Er plädierte dafür, „die mit dem Klimaschutzpaket eingeführten alternativen Förderansätze – Zuschüsse und die Möglichkeit eines Steuerabzugs – zu erhalten und weiter auszubauen“. Ergänzend zum KfW-Zuschuss sollte das Instrument eines Sanierungs-Schecks geprüft werden, der über die gesamte Breite der Immobilienfinanzierer angeboten werden könnte. „Die höhere Marktdurchdringung würde Energieeinsparmaßnahmen einen zusätzlichen Schub verleihen.“

Repräsentative Umfrage: Corona verstärkt den Wunsch nach eigenen vier Wänden

Repräsentative Umfrage: Corona verstärkt den Wunsch nach eigenen vier Wänden

3/2021 - Forsa (PDF, 144,0 kB)

– Ländlicher Raum und kleinere Gemeinden vielfach Wunschwohnort
– Jeder fünfte Mieter denkt ernsthaft über Wohneigentum nach

Die Corona-Pandemie hat für viele Bürger erhebliche Einschränkungen ihrer Wohnsituation mit sich gebracht. Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen zeigt, sind drei von vier Befragten zwar mit ihrer Wohnsituation insgesamt zufrieden. Trotzdem hat sich der Anspruch an das eigene Zuhause verändert. Um die Wohnsituation zu verbessern, hat jeder Dritte während der Pandemie bereits Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen ergriffen. Darüber hinaus denkt jeder fünfte Mieter inzwischen ernsthaft über Wohneigentum nach. Gefragt nach dem Wunschwohnort bevorzugt jeder zweite Bundesbürger eine Gemeinde oder Stadt unter 20.000 Einwohnern.

Angesichts des verstärkten Eigentumswunsches fordert Verbandschef Bernd   Hertweck zusätzliche politische Anstrengungen zur Überwindung des Haupthindernisses mangelndes Eigenkapital und eine Entlastung bei der Grunderwerbsteuer. Hertweck: „Zudem muss verstärkt über alternative Modelle wie  „Mietkauf“, „Jung kauft Alt“ und „Baugemeinschaften“ nachgedacht werden.“

Bei der Vorstellung der Studie erklärte Hertweck weiter: „Die meisten Bundesbürger spüren coronabedingt erhebliche Einschränkungen ihrer Wohnsituation. Kein Wunder also, dass sich der Anspruch an das Zuhause signifikant geändert hat.“ Und er fügt hinzu: „Trotz dieser Einschränkungen und Veränderungen im Wohnalltag zeigten sich 77 Prozent der Befragten mit ihrer Wohnsituation sehr zufrieden oder zufrieden.“ Weniger oder gar nicht zufrieden waren laut Studie 22 Prozent. Eine größere Unzufriedenheit als im Durchschnitt herrscht bei Mietern (28 Prozent), bei Bewohnern von Großstädten zwischen 100.000 und 500.000 Einwohnern (30 Prozent) und bei Personen, die auf einer Wohnfläche von weniger als 75 Quadratmeter leben (31 Prozent).

Bei den Wünschen an das eigene Zuhause nannten 18 Prozent mehr Wohnfläche, 17 Prozent mehr Wohnräume, 16 Prozent wünschten sich „Wohnen im Grünen“ und je 11 Prozent einen Balkon bzw. eine Terrasse und eine bessere technische Ausstattung, zum Beispiel beim Zugang zum Internet.

Auf die Frage nach ihrem Wunschwohnort würden 27 Prozent der Bundesbürger am liebsten im ländlichen Raum in einer Gemeinde mit bis zu 5.000 Einwohnern wohnen. 21 Prozent bevorzugen eine Kleinstadt mit 5.000 bis 20.000 Einwohnern, 26 Prozent eine Mittelstadt mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern. Das Leben in einer Großstadt mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern wünschen sich 14 Prozent, das in einer Metropolstadt mit über 500.000 Einwohnern 9 Prozent.

Die Umfrage zeigt schließlich, dass die Vorteile von Wohneigentum 64 Prozent der Befragten durch die Corona-Pandemie bewusster geworden sind. Bei den Mietern gaben 20 Prozent an, sie hätten jetzt angefangen, sich ernsthaft mit dem Thema Wohneigentum auseinanderzusetzen. Allerdings halten nur 27 Prozent aller Mieter die derzeitigen Rahmenbedingungen für einen Immobilienkauf für sehr gut (3 Prozent) oder eher gut (24 Prozent). 46 Prozent nennen sie „eher schlecht“ und 15 Prozent sogar „sehr schlecht“. Haupthindernis für den Wohneigentumserwerb ist mangelndes Eigenkapital. Hertweck: „Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Menschen mit durchschnittlichem Einkommen zu helfen, hierfür rechtzeitig zu sparen. Das verringert die Schuldenlast und lässt den Traum von den eigenen vier Wänden auch dort wieder in greifbare Nähe rücken, wo Kauf oder Bau heute aufgrund stark steigender Immobilienpreise sehr schwer geworden sind.“

Mietkaufmodell mit existierenden Sparförderungen kombinieren – Innovatives Modell mit Optimierungspotenzial

Kurzstudie des empirica Instituts im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen zum DIW-Modell

Mietkaufmodell mit existierenden Sparförderungen kombinieren – Innovatives Modell mit Optimierungspotenzial

2/2021 - empirica Studie (PDF, 151,1 kB)

Eigene vier Wände – es muss nicht immer das freistehende Einfamilienhaus sein. Für junge, normalverdienende Familien ist dieser Wunsch in Ballungsräumen immer schwerer zu realisieren. Sie wären schon glücklich über eine ausreichend große, dennoch bezahlbare Wohnung. Noch glücklicher wären sie vielleicht, wenn sie über die Jahre hinweg vom Mieter zum Eigentümer dieser Wohnung werden könnten. Das DIW Berlin hat dazu 2019 ein innovatives Mietkaufmodell entwickelt. Eine aktuelle Kurzstudie des empirica-Instituts Berlin im Auftrag des Verbands der Privaten Bauparkassen zeigt jetzt ein Optimierungspotenzial auf, das der Diskussion neuen Auftrieb geben könnte.  

„In Ballungsräumen wird es für normalverdienende Familien immer schwerer, sich den Traum von eigenen vier Wänden zu erfüllen“, stellte der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Privaten Bausparkassen, Christian König, fest. „Die Immobilienpreise sind den Einkommen davongelaufen. Niedrige Bauzinsen können fehlendes Eigenkapital nicht ersetzen.“ Die Verbesserungen bei der Wohnungsbauprämie, die Anfang 2021 in Kraft getreten seien, würden zwar voraussichtlich dazu führen, dass in den nächsten Jahren ein bis eineinhalb Millionen Menschen neu anfangen, gefördert für diesen Zweck zu sparen. Dieses Instrument wirke langfristig und nachhaltig – genauso wie staatlich geförderte Eigenheimrentenverträge. „Für kurzfristige Impulse“, so König, „werden aber zusätzliche Maßnahmen benötigt“. Das Baukindergeld habe gezeigt, dass es wirke. Es sei sozial treffsicher. Mehr als 60 Prozent der bisher rund 300.000 Antragsteller hätten ein Haushaltsnettoeinkommen im Jahr von unter 40.000 Euro. König: „Das Baukindergeld läuft allerdings Ende März 2021 aus. Ob es nach der Bundestagswahl im September 2021 zu einer Neuauflage kommen wird, wie auch wir sie uns wünschen, ist eine offene Frage.“

DIW-Anstoß

Als zusätzliches Förderinstrument hat die Idee eines Mietkaufs ein breites Interesse gefunden. Den Anstoß gab im Sommer 2019 das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin [vgl. DIW Wochenbericht Nr. 29/2019]. Die Kernidee, so König: Von Kommunen beauftragte Unternehmen errichten auf Erbpachtgrundstücken günstig Mehrfamilienhäuser. Ihren Finanzierungsvorteil aus den Negativzinsen für Staatsanleihen reichen diese an die Mietkäufer weiter, die nach Sozialkriterien ausgewählt werden. Ein nennenswertes Eigenkapital wird nicht gefordert – allenfalls für die Erwerbsnebenkosten. Die Miete stellt damit im Grunde eine zinslose Tilgung dar.

empirica-Bewertung: Innovatives Modell mit Optimierungspotenzial

Der Verband der Privaten Bausparkassen hat das empirica Institut in Berlin gebeten, sich dieses Modell anzuschauen und dabei der Frage nachzugehen, inwieweit es tatsächlich geeignet ist, eine geforderte Eigenkapitalhürde zu überwinden.

Dr. Reiner Braun, Vorstandsvorsitzender der empirica AG, hebt in seiner Kurzstudie zunächst den innovativen Charakter des Modells hervor. Die Idee des Mietkaufs gleicht, so sagt er, zunächst einmal weitgehend dem Bau einer Sozialwohnung. Anders als dort würden hier aber im Zeitablauf aus Mietern Eigentümer. „Somit wird aus der anfänglichen Objektförderung Stück für Stück eine Subjektförderung“.

„Was auf den ersten Blick wie eine eierlegende Wollmilchsau daherkommt, ist dank vier finanzieller Kniffe durchaus machbar“, führt Braun weiter aus. Die wichtigste Rolle spielten die Negativzinsen, zu denen der Staat sich derzeit verschulden könne. Reiche er erstens diesen Vorteil an den Mietkäufer durch, sinke dessen Wohnkostenbelastung, weil für sein indirektes Darlehen keine Zinsen anfielen. Übernehme der Staat zweitens das Risiko einer Vollfinanzierung, sinke der Eigenkapitalbedarf, so dass der Mietkäufer nur die Kaufnebenkosten, wie zum Beispiel die Grunderwerbsteuern, entrichten müsse. Werde die Wohnung drittens auf einem Erbpachtgrundstück errichtet und viertens kostengünstig gebaut, senke dies sowohl die laufende Mietkaufbelastung als auch die Nebenkosten.

„Das Modell kann funktionieren“, so Brauns Zwischenfazit, „weil andere einen Teil der Kosten tragen“. Das sei aber auch in Ordnung, da sehr gezielt Schwellenhaushalte gefördert würden. Er sieht dabei seinerseits von vier Punkten ab: Der Staat könne erstens den Finanzierungsvorteil alternativ zum Beispiel für Schulsanierungen verwenden. Bei Miet-, sprich: Kreditausfällen müssten zweitens die Kommunen zusätzliche Kosten verkraften. Der derzeitige „Flaschenhals mangelndes Bauland“ gelte drittens auch für Mietkaufmodelle. Und viertens müsse der Staat erst beweisen, dass er tatsächlich kostengünstiger bauen (lassen) kann. 

„Selbstverständlich hilft eine staatliche Risikoübernahme – und nichts anderes ist der Mietkauf im Kern – jungen Familien beim Erwerb von Wohneigentum“, erklärt Braun. Ein fertig geschnürtes Modell, das quasi to-go alle Komponenten einer Finanzierung mundgerecht bündele, habe zweifellos Charme. Es verblieben einige Nachteile, die man schon vom Sozialen Wohnungsbau her kenne: die Auswahl der Begünstigten und die Gefahr einer Fehlbelegung. Hierfür müssten Antworten gefunden werden.

VdPB-Ansatzpunkte

Die wenigen Unebenheiten, die es noch gebe, lassen sich laut Braun jedoch ausbügeln. „Durch Kombination mit bereits existierenden staatlichen Sparförderungen könnte das Mietkaufmodell zu einem Rundum-Sorglos-Paket erweitert werden.“ Verbandsgeschäftsführer König nennt dafür drei Ansatzpunkte: Die zwar kleinere, aber immer noch vorhandene Eigenkapitalhürde könnte leichter übersprungen werden, wenn am Anfang ein Minimum an Eigenkapital vorhanden sei. Dies minimiere auch das Ausfallrisiko für den Staat. Durch ein gefördertes Parallel-Sparen sei überdies, ähnlich wie bei manchen Auto-Leasing-Modellen, eine vorzeitige Schlusszahlung/Ablösung möglich. Auch müsse an den späteren Kapitalbedarf für Instandhaltungen gedacht werden. König: „Das Mietkauf-Modell muss zukunftsfest sein und auch in Zeiten ohne Negativzinsen für Staatsanleihen funktionieren.“